Problematik des Wüstenstroms

Die Grundproblematik liegt in der gesetzlichen und abwicklungstechnischen Einigung. Die Investitionskosten sind immens, das Stromnetz, welches die Energie dann befördern, bündeln und aussteuern soll, führt durch viele verschiedene Länder und somit gelten unterschiedliche Gesetze.

Hinzu kommen die nachhaltigen Fragestellungen von Verwertung, Dauerhaftigkeit des Betriebs und letztlich Finanzierung. Es müssen schließlich eine Vielzahl an solarthermischen Kraftwerken gebaut werden, Hochspannungsleitungen errichtet und langfristig gesichert werden. Aktuellen Schätzungen zufolge wird das Projekt in den ersten bedeutenden Schritten 400 Milliarden Euro verschlingen.
Zusätzlich umfasst das gesamte Desertec Projekt noch mehr Maßnahmen: Es soll schließlich ein geschlossener Energieverbund entstehen; hierbei werden der Nahe Osten, Nordafrika und ganz Europa miteinander verbunden. Dabei wird ein Energieerzeugungsmix entstehen: Solarenergie aus den Regionen Nordafrikas und dem Mittleren Osten sowie aus den Mittelmeerregionen.
Geothermie aus Island, Italien, dem Balkan, der Türkei und Spanien, Windkraft aus den Küstenregionen von Nordsee, Ostsee, Atlantik, Mittelmeer und Rotem Meer sowie Wasserkraft aus Skandinavien und Biomasse aus Deutschland, Osteuropa und Nordafrika.

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