Was ist Biomasse?
Biomasse ist ursprünglich Sonnenenergie, die von Pflanzen durch Photosynthese in biochemische Energie verwandelt wurde: Aus Kohlendioxid und Wasser wurden Kohlehydrate - die Basis der Biomasse. Die Energie steckt in den chemischen Verbindungen der Moleküle. Biomasse muss nicht in festem Zustand vorliegen, um als Energieträger genutzt werden zu können. Es gibt auch Flüssigbrennstoffe wie beispielsweise aus Zuckerrohr gewonnener Alkohol oder aus Raps- oder Sonnenblumenöl gewonnener Bio-Diesel.Und auch in gasförmigem Zustand vorliegende Biomasse kann in Energie verwandelt werden. Biogas entsteht mit Hilfe von Mikroben aus der Vergärung, beispielsweise von Gülle oder von organischen Abfällen aus der Lebensmittelindustrie und aus Privathaushalten. Sie wird als Wärmeenergie wieder freigesetzt, wenn Pflanzen beispielsweise verbrannt werden.
Woher kommt die Idee der Biomasse?
Die Idee, die in Biomasse gespeicherte Energie zu nutzen, ist nicht neu: Holzfeuer begleiteten den Menschen auf seinem Weg von der Höhle in die Großstadt. Noch heute ist Holz in vielen Ländern eine wichtige Energiequelle.
Typische Beispiele für die stoffliche Nutzung von Biomasse sind Holz- und Pflanzenfasern, weniger bekannt ist, dass sich auch aus Stärke und Fetten sinnvolle Produkte herstellen lassen, biologisch abbaubare Werkstoffe etwa, die sich wie petrochemische Kunststoffe verarbeiten lassen, oder Schmierstoffe, die mittlerweile auch höchsten Ansprüchen genügen und sich in der Umwelt schnell zersetzen.